Wie lange dauert eine depressive Episode?

Dauer einer depressiven Episode

Dauer einer Depression

Wenn man sich im Internet auf die Suche nach der Dauer einer depressiven Episode macht, trifft man auf unterschiedliche Angaben, die sich aber in einem ähnlichen zeitlichen Rahmen bewegen. Die meisten schreiben von einer Dauer von sechs bis acht Monaten einer durchschnittlichen depressiven Episode. Bei schwereren Verlaufsformen dauert es leider gerne auch mal zwei Jahre.

Dauer bei leichter und schwerer Verlaufsform

Leider unterscheidet sich der Verlauf einer Depression von Mensch zu Mensch sehr unterschiedlich. Meine erste Depression dauerte insgesamt zwei Jahre bis es wieder gut war. Wenn eine depressive Episode länger als zwei Jahre andauert und sich die Symptome oder Tiefs regelmäßig wiederholen spricht man auch von einer Dysthymie.

Ich hoffe, dass meine zweite depressive Episode, in der ich nun seit einem Jahr drin stecke, nicht länger als meine erste depressive Episode dauert. Mit Sicherheit lässt sich das leider nicht sagen. Bei manchen Menschen bleiben auch leichte depressive Symptome für immer bestehen.

Wer einmal an einer depressiven Episode erkrankt war hat zudem ein wesentlich erhöhtes Risiko an einer Angststörung zu erkranken. Das kann ich leider bestätigen. Beide meine depressiven Episoden haben mit Panikattacken angefangen, die leider auch weiterhin auftraten, bis die Depression erheblich leichter geworden war.

Was bedeutet das nun? Depressive Episoden dauern meist sechs bis acht Monate, können aber auch bis zu zwei Jahre dauern. Bei manchem Menschen kann es aber auch noch länger dauern. Die Wahrscheinlichkeit, wird aber mit zunehmender Dauer immer unwahrscheinlicher. Das heißt, man hat gute Chancen, dass es nach spätestens zwei Jahren vorbei ist.

Im Buch Psychische Erkrankungen anders behandeln(L) von William J. Walsh bin ich noch auf eine Infroamtion gestoßen, die für Dich interessant sein könnte: Mit Blutgruppe A dauert die Heilung der Depression 50% bis 100% länger als mit anderen Blutgruppen. Und wie es der Zufall will, habe ich selbst Blutgruppe A. Bisher war mir die Blutgruppe egal, jetzt weiß ich, dass das einen großen Einfluss haben kann.

Ich hoffe, und vertraue, darauf, dass das bei mir diesmal auch wieder so sein wird und es nach spätestens zwei Jahren gut sein wird. Ich werde auch weiter über den Verlauf meiner depressiven Episode berichten.

Wie sind Deine Erfahrungen mit der Dauer einer depressiven Episode oder einer Depression?

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Jona
Jona
3 Jahre zuvor

Hallo Stefan,

ich hoffe es geht Dir wieder besser !!??
Meine erste schwere Depression dauert nun 17 Monate und laesst mich an nichts mehr glauben. Vor allem wegen der koerperlichen Missempfindungen und den Schmerzen beim Wasserlassen. Ich habe auch Blutgruppe A. Habe ich hier zum ersten Mal vernommen, dass die Blutgruppe auch etwas aussagt.
Ich klammere mich nun an die zwei Jahre fest und bete,dass es dann ueberstanden ist.

Dirk Ratjen
Dirk Ratjen
3 Jahre zuvor

Hallo,
Ich finde deinen Blog ganz interessant und möchte gerne auch meine Situation mit dir teilen. Ich bin 38 und leide seit meinem 19 Lebensjahr an immer wiederkehrenden depressiven Episoden, davon zwei intensive Episoden mit Klinikaufenthalten. Gegenwärtig befinde ich mich in eine schweren Phase, welche nunmehr bereits seit 10 Monaten mein Leben bestimmt. Zwei Klinikaufenthalte habe ich bereits hinter mir und ich habe auch schon zwischenzeitlich für 3 Monate wieder arbeiten können.
Aber ich bin immer wieder abgerutscht. Vor einer Woche habe ich die klinik nach 11 Wochen verlassen. Es ging mir nicht blendend, aber eine Besserung gab es. Aber im Moment geht es mir wieder sehr schlecht und ich bekomme echt Angst, wie lange ich mich noch quälen muss. Medikamente nehme ich auch und das schon über mehrere Jahre. Nur leider wirkt eben nicht jedes Medikament und wenn es wirkt dann auch nicht dauerhaft, so meine erfahrungen. Ich weiss und habe ja auch oft erfahren, dass eine depressive Episode wieder vorbei geht, aber das schlimme ist ja, dass man es in der Depression eben nicht sehen und verstehen kann.
Ich will einfach nur mein Leben zurück und im Moment habe ich noch Kraft zu kämpfen. Aber ich bin wirklich oft auch am verzweifeln. Abends geht es mir oft besser. Ist es bei euch auch so?

Gute Besserung wünsche ich trotzdem.

Dirk Ratjen
Dirk Ratjen
3 Jahre zuvor

Hallo,
Ich finde deinen Blog ganz interessant und möchte gerne auch meine Situation mit dir teilen. Ich bin 38 und leide seit meinem 19 Lebensjahr an immer wiederkehrenden depressiven Episoden, davon zwei intensive Episoden mit Klinikaufenthalten. Gegenwärtig befinde ich mich in eine schweren Phase, welche nunmehr bereits seit 10 Monaten mein Leben bestimmt. Zwei Klinikaufenthalte habe ich bereits hinter mir und ich habe auch schon zwischenzeitlich für 3 Monate wieder arbeiten können.
Aber ich bin immer wieder abgerutscht. Vor einer Woche habe ich die klinik nach 11 Wochen verlassen. Es ging mir nicht blendend, aber eine Besserung gab es. Aber im Moment geht es mir wieder sehr schlecht und ich bekomme echt Angst, wie lange ich mich noch quälen muss. Medikamente nehme ich auch und das schon über mehrere Jahre. Nur leider wirkt eben nicht jedes Medikament und wenn es wirkt dann auch nicht dauerhaft, so meine erfahrungen. Ich weiss und habe ja auch oft erfahren, dass eine depressive Episode wieder vorbei geht, aber das schlimme ist ja, dass man es in der Depression eben nicht sehen und verstehen kann.
Ich will einfach nur mein Leben zurück und im Moment habe ich noch Kraft zu kämpfen. Aber ich bin wirklich oft auch am verzweifeln. Abends geht es mir oft besser. Ist es bei euch auch so?

Gute Besserung wünsche ich trotzdem.

Jona
Jona
2 Jahre zuvor

Hallo Stefan,

kennst Du auch Menschen mit schweren depressiven Episoden die auch koerperliche Schmerzen hatten. Ich verzweifle an den urologischen Problemen beim Wasserlassen. Komme nicht aus der Episode raus. Nun mittlerweile 2 Jahre, Blutgruppe A, nehme auch nur hochdosiertes Johanniskraut ein, wirkt laut meiner Psychiaterin genauso gut. Habe wirklich jede Hoffnung bald aufgegeben. Gehen die koerperichen Symtome auch noch mal weg. Wie lange kann so eine Episode denn schlimmstenfalls dauern?? Ich hoffe Dir persoenlich geht es momentan wieder gut. Ansonsten alles Liebe und gute Besserung fuer Dich. Danke fuer Deinen Block. Er hat mir mehr Hoffnung gemacht als viele medizinischen Berichte.

Christiane
Christiane
2 Jahre zuvor

Hallo Stefan,

ich war vor 7 Monate auf der suche nach körperlichen Symptomen konnte auf einmal nicht mehr schlafen keiner fand was heraus. Durch diverse Antidepressiva wurde es sogar noch schlimmer. Eine Klinik habe ich besucht leider nur 7 Tage ausgehalten. Jegliche Test sind gut und trotzdem habe ich ein ständiges Kopfdrücken, Müdigkeit, Antriebslosigkeit und noch vieles mehr. Die Hoffnung stirbt zuletzt. Bei mir ist sie ganz weit unten:-(. Was kann ich noch tun?

Lg Christiane

Anonyme Leserin
Anonyme Leserin
2 Jahre zuvor

Hallo Stefan und auch die Besucher dieser Seite,

meine Depressionen sind so schwer, dass ich mich in diesem Moment frage, was für einen Sinn es hat hier einen Kommentar zu lassen. Ich hoffe trotzdem irgendwie, dass mein Kommentar doch noch Gehör findet.
Mir geht es ähnlich mit den körperlichen Problemen. Ich fühle mich ständig müde. Ich habe entweder gar keinen Appetit oder so sehr, dass ich esse bis mir schlecht wird. Ich bin schon müde, wenn ich einfach nur im Supermarkt war. Ich bin nun schon seit 1,5 Jahren in Therapie. Ich habe den Eindruck, mit der Therapie ist es erst so richtig schlimm geworden.
Meine erste schlimme depressive Phase hatte ich 2012 mit begleitender Suizidgefährdung. Und schon seit 1,5 Jahren meine 2. Phase. Diesmal fühlt es sich schlimmer denn je an. Ich habe die Hoffnung verloren, dass es mir jemals besser gehen wird. Ich war mitten im Studium, als es mich hart getroffen hat mit 24. Mittlweile werde ich bald 30, habe nicht zu Ende studieren können. Bin noch eingeschrieben und schäme mich so sehr, dass ich nichts geschafft habe. Mein 1. Therapeut hatte mir gesagt, ich sollte mich schämen, da ich nur so tun würde als würde ich studieren und nach außen hin die junge Frau spielen, die im Leben steht. Ich sollte mich dafür schämen, die Steuergelder der deutschen Bevölkerung so auszunutzen. Ich habe queer Beet geschrieben, es tut mir leid dafür. Ich habe Angst, Panikattacken Nachts…ich bilde mir sogar ein Jemand ist in meinem Zimmer und beobachtet mich. Ich weiß nicht ob ich jemals wieder ein normales Leben führen werde. Danke fürs Lesen. Ich wünsche allen hier viel Kraft.

Jelena Litynska
Jelena Litynska
2 Jahre zuvor

Hallo Stefan,
ich weiß nicht ob ich hier richtig bin. Ich schreibe aus so einer Verzweiflung, die gibt’s nicht. Ich weiß du hast viel gelesen, vielleicht kannst du mir etwas antworten. Die Phase in welcher ich drin stecke dauert schon 1,5 Jahre und es wird schlimmer. Nur meine Psychiaterin weiß nicht was das ist. Die Symptome sind sehr seltsam und unterscheiden sich von einer normalen Depression. Ich bin bipolar seit 10 Jahren und hatte auch schon öfter Depressionen. Diesen Zustand habe ich zum ersten Mal. Ich verstehe nicht was mit mir geschieht im wahrsten Sinne des Wortes. Zu meinen Symptomen: ich fühle mich als ob mir jemand auf den Kopf gehauen hat und ich kann nicht zu mir kommen. Sehr stark benommen und benebelt, als ob ich unter irgendwelchen starken Drogen bin. Wenn ich laufe habe ich das Gefühl ich laufe auf Wellen ich Schaukel als ob ich auf einem Schiff wäre, der im Sturm ist. Ich War ewig im Krankenhaus habe Haufen Tabletten ausprobiert, die machen diesen Zustand noch schlimmer und ich bekomme sehr komische Nebenwirkungen, die keiner kennt. Ich habe mich sogar der EKT unterzogen und es ist schief gelaufen. Ich habe jetzt solche Zustände gekriegt, die ich mal nicht in Worte fassen kann. Als ob ich gar nicht da wäre oder als ob ich etwas wäre iirgendeine Materie. Es ist ein Horror. Das was ich Erlebe ist schlimmer als ein Alptraum. Ich Bitte dich sehr Stefan falls du eine Ahnung hast was es sein könnte, bitte schreib mir. Ich halte es nicht mehr aus. Körperlich wurde alles untersucht und alles ohne Befund.

petra
petra
2 Jahre zuvor

Guten Tag,
ich schreibe hier aus einem anderen Grund. Mein 16 jähriger Sohn ist von einer mittelschweren Depression betroffen und ich weiss oft nicht, wie ich damit umgehen soll. Seit dem 14.12.2018, wo er versucht hat sich etwas anzutun, wissen wir Bescheid. Danach war er 3 Wochen in der geschlossenen und dann bis Anfang Mai in der Tagesklinik. Jetzt ist er zu hause , besucht unregelmässig die Schule und eigentlich habe ich den Eindruck, das es eher schlimmer wird als besser, seit er aus der Klinik raus ist.
Hinzu kommt natürlich auch noch die Pupertät und all die Probleme, die damit zusammenhängen.
Deswegen frisst aber auch langsam denRest der Familie auf, obwohl wir mit aller Kraft ihn unterstützen …

petra
petra
2 Jahre zuvor

Danke

Sonja
Sonja
2 Jahre zuvor

Hallo Stefan
Ich lese auch schon länger still mit und jetzt traue ich mich zu schreiben
Ich bin 38 Jahre und leide seit 21 Jahren an panikattaken die ich aber sehr gut in Griff habe und das mit meinen pflanzlichen Mittel passedan tropfen . Nun aber begann im September 2017 plötzliches Kopfschmerzen aber so komisch nicht wie üblich was man hat sondern für mich eben anders so probierte ich es mal mit normalen Tabletten die jedoch nicht’s halfen so ging ich zum Orthopäde, Augenarzt Zahnarzt hno Blut abnehmen aber alles ok.
So kämpfte ich mich halt durch aber im Jänner 2018 hstte ich plötzlich wein Anfälle und keine Lust oder Interesse für was jedoch wollte ich es alleine schaffen so redete ich mir gut zu und lenkte mich ab habe ja 3 Kinder. Wurde etwas besser dann wieder schlechter ging zu meiner Ärztin die verschrieb mir xanor die halfen nix wie meine Freundin mir dann sagte weil sie meinte ich hätte so depressive Episoden weil einmal so einmal so . Da hörte ich mit den Tablette auf und versuchte es so . Jetzt bin ich seit 3 Wochen ca jeden Tag so betrübt und habe keine Emotionen also ich fühle nix weder Sachen machen mich glücklich die ich doch so gerne gemacht habe da verspüre ich keine Freude obwohl ich weiß das ich doch früher alles so geliebt habe dadurch auch mein komischer kopfdruck. Jetzt habe ich seit 2 Wochen mit Johanniskraut angefangen und hoffe das das wirkt weil ich wieder lachen will und Freude und Glück empfinden mag .
Vielleicht kannst du mir ein wenig helfen
Lg Sonja

Silke
Silke
2 Jahre zuvor

Hallo Stefan,
in der Hoffnung irgendwo Hilfe zu finden, bin ich auf deinen Blog gestoßen.
Mein Mann hat seit ca. 2,5 Monaten eine schwere Depression. Vor 25 Jahren haben wir das schon mal durchgestanden aber irgendwie ist es diesmal noch schlimmer. Er ist völlig abwesend und spricht überhaupt nicht; wenn ich Ihn etwas frage oder erzähle nickt er nur oder schüttelt den Kopf – wenn ich Glück habe. Er kann sich nicht mehr alleine duschen oder sonstige Dinge des täglichen Alltags erledigen. Momentan nimmt er ein Medikament welches er von seiner Psychiaterin bekommen hat. Aber es tut sich irgendwie nichts.
Ich bin völlig verzweifelt und weiß nicht wie ich damit umgehen soll. Klar weiß ich, das es eine Krankheit ist und man so etwas nicht “belächeln” darf. Ich unterstütze ihn so gut ich kann. Leider hatte ich im letzten Jahr eine schwere Krebserkrankung und bin daher auch nicht immer voll belastbar. Ich merke jetzt schon das ich an meine Grenzen komme.
Wenn Du mir eine Tipps geben könntest was ich machen soll bzw. wie ich mich verhalten soll, wäre ich Dir sehr dankbar.
LG Silke

Anja
Anja
2 Jahre zuvor

Hallo Stefan,

ich bin auch so ziemlich ratlos momentan. Ich leide eigentlich seid meiner frühsten Jugend an einer Angststörung (generalisiert). Diese hatte ich aber mit Medis ganz gut im Griff. Ich bekam 2015 mein erstes Kind, mit 39 Jahren es war ein Wunschkind, darum hatte mich der Babyblues nach der Entbindung auch leicht verwundert. Aber na gut, er ging relativ schnell wieder weg. Und nun zum eigentlichen Problem. 2017 wurde ich nunmehr mit 41 Jahren erneut schwanger, dieses mal allerdings ungewollt. Habe mich letztendlich aber für das Kind entschieden. Ca. im 8. Monat kam meine Angststörung in geballter Ladung zurück. Die so stark ausgeprägt waren, dass ich Unruhezustände hatte die mich am liebsten durch die Wand hätten laufen lassen. Na kurz um, normale Geburt nicht mehr möglich gewesen, Kaiserschnitt und die Katastrophe nahm ihren Lauf. 3 Tage später bin ich nach Hause und dann ging`s richtig ab. Heulen, Heulen, Heulen, Appetilosigkeit, Unruhe, Rastlosigkeit, das wegstoßen der Kinder nur um einige zu nennen. Dann auf Kur, kurze Zeit Besserung, jetzt wieder im gleichen Loch nur nicht ganz so schlimm. Wie lange noch, wann hört das endlich auf. Ich will wieder leben. LG Anja

Hubert
Hubert
2 Jahre zuvor

Hallo
Mein Name ist Hubert und ich möchte mal kurz meine Geschichte erzählen.
Meine erste Episode Depressionen hatte ich 1994. Massives Kopfweh Druck in der Brust Angst und so. Dauerte fast ein halbes Jahr bis die Diagnose Depression kam es kam aus heiterem Himmel von einer Minute auf die andere. Habe AD versucht, ohne Wirkung. War dann in Behandlung bei meinem Hausarzt. Nur Gespräche geführt. Das ganze dauerte fast drei Jahre und war dann plötzlich wieder völlig weg. Acht Jahre völlige Beschwerdefreiheit. Dann das gleiche wieder von einem Tag auf den anderen. Genau die gleichen Symptome, mit ganz tiefer Unruhe. Diesmal dauerte das ganze ca. zweieinhalb Jahre und war auch wieder plötzlich völlig weg. Es folgten achteinhalb Jahre völlige Beschwerdefreiheit. Und jetzt stecke ich in meiner dritten Phase seit nunmehr zwei Jahren. diese verläuft etwas anders. Ich habe enorme Schwankungen, von ganz schlechten Tagen bis manchmal beschwerdefreie Tage. Diesmal kein Druck in der Brust aber das ständige Gefühl verrückt zu werden, Dinge zu tun die ich gar nicht tun will, so als ob ein Fremder in mir ist. Und ich habe Angst, dass ich es diesmal nicht mehr schaffe wieder beschwerdefreie Jahre zu haben. Inzwischen bin ich 58. Ich habe zwar ganz tolle Erkenntnisse über mich erfahren und meine Lebenseinstellung hat sich inzwischen sehr verändert, aber die tägliche Qual verhindert alles leben. Trotz meiner eigenen Erfahrung bin ich verzweifelt und kann damit nicht umgehen. Ich wünsche allen betroffenen dass auch wieder Tage der Beschwerdefreiheit kommen. Interessant ist noch, dass in den kranken Phasen nicht der geringste Glaube an eine Gesundung vorhanden ist, während ich in den gesunden Phasen niemals auch nur einen Gedanken hatte wieder zu erkranken.
Ich weis nicht wie ich diese jetzigen zwei Jahre wieder ausgehalten habe, aber langsam bin ich mit meinen Kräften am Ende.
PS ich habe die beste Frau die es geben kann an meiner Seite, die leider mittlerweile selbst sehr angeschlagen ist.

Alexandra Dumitru
Alexandra Dumitru
2 Jahre zuvor

Hallo ihr lieben
Mein Name ist Alexandra
Ich leide seit über 20 Jahren an einer rezidivierenden Depression mit einer Angststörung und Panikattacken,die ich eigentlich gut im Griff habe,
Bei mir sind es eher die Symptome , Kopfdruck,Schwindel, Herzrasen, Konzentrationsschwierigkeiten Stechen in der Brust und Magen Darm und und und
Wer hat auch Symptome in dieser Art?
Aber es geht immer wieder weg, sobald ich anfange und mir Ruhe gönne und den Stress abbaue.
Werde auch auf Pflanzliche Medis umsteigen, da ich gelesen habe , das , das eine Medikament echt bedenkliche Nebenwirkungen hat.
Aber nach all der Zeit weis ich, das es immer wieder besser wird und damit möchte ich euch Hoffnung machen.
Was immer sehr gut hilft, sind auch Gespräche und der Austausch mit betroffenen.
Ich finde diese Seite echt toll!!!
Werde es hier weiter verfolgen und wünsche euch allen das es euch allen bald besser geht .
Lg Alex

Mike
Mike
2 Jahre zuvor

Hallo,

ich bin 24 Jahre alt stehe mitten im Arbeitsleben und habe von jetzt auf gleich (wie eine Backpfeife) eine Panikattacke bekommen, die sich mittlerweile laut Psychologe in eine leichte Angststörung entwickelt hat. Ich erkenne mich selber kaum wieder und konnte lange nicht schlafen, weil man sich selber nicht versteht und die Geduld nicht hat. Ich habe nun mal keine Erfahrung mit Depressionen oder ähnlichem.

Da ich nach ein paar Tagen es nicht mehr ausgehalten habe bin ich zu einem Psychologen gegangen und habe Ihm alles über mein Leben erzählt was mich jemals bedrückt hat.

Er ist der Meinung dass es eine Spirale ist aus der man alleine nicht mehr rauskommt. Die eigenen Gedanken wieder positiv zu stimmen und zu vergessen ist nun mal eine riesen Aufgabe. Jetzt bin ich seit ein paar Tagen mit Medikamenten versorgt, die meine Gedanken aus diesem Teufelskreis rausholen sollen. Ich hoffe einfach sehr, dass es dadurch wieder so wird wie es mal war und ich aus der Erfahrung raus sagen kann, dass ich auf solche momente im Leben ab jetzt gewappneter bin.

Angelika Hanke
Angelika Hanke
2 Jahre zuvor

Habe seit 5 Jahren schwere Depressionen mit Angst- und Panikstörungen. Meine Tochter will mich seitdem nicht mehr sehen, seitdem habe ich die Depression. Sterbensgefühle, Durchdrehgefühle, Angstgefühle, Hoffnungslosigkeit, Verwirrtheit. Am schlimmsten sind die Sterbensgefühle, dann der Wunsch am liebsten nicht mehr da zu sein. Das entseht dann immer, wenn ich die Sterbensgefühle nicht mehr aushalte, dann will ich am liebsten Sterben. Die Angst nicht mehr gesund zu werden schwindet von Jahr auf Jahr. 5 Jahre diese Sterbensgefühle aushalten, habe das Gefühl, das schaffe ich bald nicht mehr. Ich habe das Gefühl bald verrückt zu werden, bzw. bald wegen den Sterbensgefühlen, eine tödliche Krankheit zu haben. Bin in stationärer Behandlung. Die helfen mir da überhaupt nicht. Keine Therapie, nur 1x Ergo. Wer hat Erfahrungen, was das sein könnte mit den Sterbensgefühlen. Mein Kopf ist, je länger der Tag vergeht immer leerer, so das ich mich kaum noch dann unterhalten kann. Sogar nur beim TV schauen sitzend auf der Couch oder liegend, denke ich ich sterbe. Was ist das nur???? Ich habe keine Freude mehr an Musik, an garnichts mehr. Bitte ich brauche einen Rat!

Sonja
Sonja
2 Jahre zuvor

Hallo HUbert,

auch dieses Mal wird es vorbeigehen.Das sind diese boesen Episoden. Bitte nicht den Mut verlieren. Ich schwoere Du wirst es wieder schaffen!!!!

Claudia Zauner
Claudia Zauner
2 Jahre zuvor

Lieber STEFAN!
ICH habe seit 1,5 Jahren eine Depression. Ich habe keine Lebensfreude. Mich freut nichts und interessiert auch nichts. Ich hoffe mir geht es so wie dir, und die Depression endet nach 2 Jahren.

Liebe Grüsse
Claudia

Jona/Sonja
Jona/Sonja
2 Jahre zuvor

Hallo,

habe schon einige Male geschrieben. Nun nach drei Jahren sind die Schmerzen und Missempfindungen so gut wie weg. Die Depression wohl so gut wie ausgestanden. An alle haltet durch. Leider hat meine fast 20 jaehrige Ehe diese Krise nicht ueberlebt und bin ich nun mit meinen beiden Maedchen alleine. Die Depression ist wohl ausgestanden aber ein Teil von mir ist mit ihr gestorben.

Bitte gebt nie auf. Danke Stefan, fuer Deinen Einsatz hier. Gott bless you!!!!

Hubert
Hubert
2 Jahre zuvor

Hallo,
auch von mir kann ich (vorsichtig) sagen, dass meine nun dritte Phase nach 2 1/4 Jahren wieder ausgeklungen ist. Und was ist jetzt?
Nein es ist nicht wie vorher und ich bin sehr froh darüber. Über so manches was und wie ich vorher gelebt habe oder erlebt habe kann ich nicht mehr nachvollziehen.
Ich habe wirklich angefangen im Jetzt zu leben und ich finde das sehr zufriedenstellend. Ich erkenne wie ich mich früher selbst gehetzt habe mit Dingen und Ereignissen die eigentlich kaum Bedeutung hatten.
Ich kann auch zum dritten Mal allen garantieren: Es geht vorbei und man fühlt sich wieder wohl – wenn die Zeit gekommen ist. Es verändert einen aber durchaus zum positivem. Die Art der Gedanken ändert sich und das ist meiner Meinung die Grundlage von allem sich wieder wohl zu fühlen.
Ich muss mich nicht mehr an irgendwas “festhalten” und kann plötzlich frei “fliegen”. Ungewohnt aber nicht unschön.
Durchhalten es ändert isch alles

Tina
Tina
1 Jahr zuvor

Lieber Stefan,

ich leide nun schon seit über einem Jahr an einer Depression. Anfangs wurde diese als schwere Depression eingestuft. Nach über einem Jahr wurde diese nun als mittelschwer eingestuft. Ich bin seit 5 Wochen in einer
Tagesklinik, in der es mir sehr gut gefällt. Leider habe ich persönlich noch kaum Veränderungen wahrgenommen. Meine Ärzte aber sind anscheinend sehr zufrieden mit meiner Entwicklung. Ich weiß nicht so recht, ob ich den Ärzten dort viel Glauben schenken kann. Was meinst du, lieber Stefan?
Vielleicht machen die Ärzte das ganz bewusst, weil sie mir nichts Negatives sagen möchten und weil sie vielleicht auch Angst haben, dass ich Suizid gegehen könnte. Des Weiteren leide ich seit über einem halben Jahr an einer Geschmacks-und Geruchsminderung. Hast du davon auch schon mal was gehört oder selbst die Erfahrung gemacht. Wenn ja, was kann ich gegen diese Geschmacks- und Geruchsminderung tun?
Es wäre sehr nett von dir, wenn du mir so bald wie möglich antworten könntest. Vielen lieben Dank!

Herzliche Grüße
Tina

Sabrina
Sabrina
1 Jahr zuvor

Hallo Stefan und auch Hallo an alle andern hier!
Zuerst einmal danke für diesen Blog! Er gibt mir sehr viel Kraft und Mut in schweren Momenten!
Ich stecke seit ca. Februar’19 in einer depressiven Episode. Vielleicht auch schon länger, man sagt ja es schleicht sich ein. Ich bemerkte es durch Schlafstörungen und Darmschmerzen. Natürlich fand man bei Untersuchungen keine körperliche Ursachen, wie sooft bei psychischen Problemen. Neben den körperlichen Symptomen merkte ich auch schnell das psychisch was nicht stimmte bei mir. Alles war anders. Das denken, das fühlen…alles…zu Beginn hatte ich auch sehr starkes Kribbeln/Brennen im Körper, dies ist aber schon längere Zeit wieder weg, genau wie die Darmschmerzen. Zur Zeit nehme ich Mirtazapin 15mg abends, was mir auch beim Schlafen hilft. Ich finde Stimmung hebt es so gar nicht, falle auch trotzdem in Tiefs und freue mich auch nicht wirklich über was, Antrieb ist auch nicht vorhanden. Ich weiß natürlich nicht wie ich ohne das ad wäre, vielleicht wäre alles noch schlimmer.? Ich mache eine Psychotherapie und gehe regelmäßig zum Arzt. 1-2 Mal die Woche gehe ich auch ein paar Stunden arbeiten, versuche mein Leben mit meinem Mann und unsern 2 Kindern so gut wie möglich zu “leben”, aber es ist oft so schwer. Mal gibt es kleine Hoffnungsschimmer, Tage wo ich denke es geht bergauf, mir geht es gut, brauche bald keine Tabletten mehr. Aber meist kippt die Stimmung dann nach ca 1-1.5 Wochen wieder. Momentan ist sie wieder gekippt, bin hoffnungslos, freudlos, antriebslos …es ist zum verrückt werden. Jedes Mal wenn ich Hoffnung schöpfe, kippt es wieder. Meine Therapeutin meint das sei ganz normal. Irgendwann,wenn es an der Zeit ist stabilisiert sich wieder alles. Aber wann??? Ich weiß es gibt hier Leute die jahrelang damit kämpfen, ich bin da noch recht ” frisch ” in dem Sumpf. ..mir kommt es vor das mir die Zeit davon rennt. Ich will einfach nur mein normales, altes Leben wieder. Ich bin oft so neidisch auf andere Leute, die nicht mit Depression zu kämpfen haben. Ich möchte auch wieder diese “normalen” Alltagsprobleme, raus aus diesem Sumpf. Es ist alles so anders, alles fühlt sich anders an, egal ob es essen, einkaufen oder TV schauen ist. Ich fühle mich nicht mehr wie ich und das macht mir unheimliche Angst. Ich habe Angst und Schuldgefühle wenn ich meine Kinder oder mein Mann anschaue. Ich möchte von ganzem Herzen so sehr, das meine Kinder ihre alte Mama wieder haben. Es tut mir so unendlich weh….das ich so bin wie ich bin (momentan). Ich bin oft einfach sauer und wütend auf mich selber, das ich einfach nicht wieder “normal” werde. Es wäre so schön, wenn es einfach ein Knopf gäbe, den man nur drücken muss und alles ist wieder gut. Alles war nur ein Alptraum.
Natürlich geht es mir jetzt schon etwas besser wie zu Beginn der Krankheit, aber es schlaucht auf Dauer so sehr. Je länger es dauert, je mehr man merkt man ist noch nicht am Ziel, desto enttäuschter und mutloser wird man. Ich weiß es gibt auch Tage wo man wieder besser drauf ist und auch ein wenig positiver gestimmt ist, wo man auch manchmal schon wieder lachen kann, aber man sieht es in den schlimmen Tagen einfach nicht. Man sieht kein Licht am Horizont.
Ich lese diesen Blog die letzten Wochen rauf und runter, immer wieder lese ich mir deine aufbauenden Kommentare durch Stefan, ich danke dir dafür. Mir geht es meist besser dadurch.
Neben meinem ad nehme ich noch Omega 3(pharmepa), Schüssler Salze(5für die Psyche/9&11wg Haarausfall), Curcumin triplex, Zink, Magnesium, OPC Extract und Jod(wg.schilddrüse)
Ich hoffe wirklich sehr daß ich weiter komme und ich bald wieder die Alte bin, damit das Leben wieder lebenswert ist. Ich gebe nicht auf, zumindest versuche ich es.
Ich wünsche dir lieber Stefan so wie allen andern die es geschafft haben, das ihr gesund bleibt.
Allen andern, die so wie ich Grad damit kämpfen und einen Weg raus suchen, viel Kraft und Mut. Wir werden es schaffen.
Liebe Grüße Sabrina

Andreas Pohle
Andreas Pohle
1 Jahr zuvor

Guten Tag Stefan, ich suchte im Netz, wie lange eine schwere Depression
dauern kann und fand Deinen Blog. ich bin 61 Jahre
Ich bin seit März 2018 wegen eine leichten Depression und seit Juni 2018
wegen einer schweren Depression krankgeschrieben. Seither habe ich 5 Wochen
Reha, und mit mehr oder weniger kurzen Pausen 29 Wochen stationär zugebracht.
Aktuell wieder auf Station.
Die Anzeichen für eine Depression habe ich aber bereits 1/2 Jahr eher bemerkt.
Ich konnte die Körperreaktionen aber nicht deuten. Mit dem heutigen
Wissen fällt das schon leichter.
Von einer Genesung bin ich weit entfernt.
Mich verwundert nur, das in unregelmäßigen Abständen die Depression
tageweise abklingt, um dann am darauffolgenden Morgen wieder
präsent zu sein. Hast Du auch solche Erfahrungen gemacht und wie
lange kann es noch dauern?

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