Wie lange dauert eine depressive Episode?

Dauer einer depressiven Episode

Dauer einer Depression

Wenn man sich im Internet auf die Suche nach der Dauer einer depressiven Episode macht, trifft man auf unterschiedliche Angaben, die sich aber in einem ähnlichen zeitlichen Rahmen bewegen. Die meisten schreiben von einer Dauer von sechs bis acht Monaten einer durchschnittlichen depressiven Episode. Bei schwereren Verlaufsformen dauert es leider gerne auch mal zwei Jahre.

Dauer bei leichter und schwerer Verlaufsform

Leider unterscheidet sich der Verlauf einer Depression von Mensch zu Mensch sehr unterschiedlich. Meine erste Depression dauerte insgesamt zwei Jahre bis es wieder gut war. Wenn eine depressive Episode länger als zwei Jahre andauert und sich die Symptome oder Tiefs regelmäßig wiederholen spricht man auch von einer Dysthymie.

Ich hoffe, dass meine zweite depressive Episode, in der ich nun seit einem Jahr drin stecke, nicht länger als meine erste depressive Episode dauert. Mit Sicherheit lässt sich das leider nicht sagen. Bei manchen Menschen bleiben auch leichte depressive Symptome für immer bestehen.

Wer einmal an einer depressiven Episode erkrankt war hat zudem ein wesentlich erhöhtes Risiko an einer Angststörung zu erkranken. Das kann ich leider bestätigen. Beide meine depressiven Episoden haben mit Panikattacken angefangen, die leider auch weiterhin auftraten, bis die Depression erheblich leichter geworden war.

Was bedeutet das nun? Depressive Episoden dauern meist sechs bis acht Monate, können aber auch bis zu zwei Jahre dauern. Bei manchem Menschen kann es aber auch noch länger dauern. Die Wahrscheinlichkeit, wird aber mit zunehmender Dauer immer unwahrscheinlicher. Das heißt, man hat gute Chancen, dass es nach spätestens zwei Jahren vorbei ist.

Im Buch Psychische Erkrankungen anders behandeln(L) von William J. Walsh bin ich noch auf eine Infroamtion gestoßen, die für Dich interessant sein könnte: Mit Blutgruppe A dauert die Heilung der Depression 50% bis 100% länger als mit anderen Blutgruppen. Und wie es der Zufall will, habe ich selbst Blutgruppe A. Bisher war mir die Blutgruppe egal, jetzt weiß ich, dass das einen großen Einfluss haben kann.

Ich hoffe, und vertraue, darauf, dass das bei mir diesmal auch wieder so sein wird und es nach spätestens zwei Jahren gut sein wird. Ich werde auch weiter über den Verlauf meiner depressiven Episode berichten.

Wie sind Deine Erfahrungen mit der Dauer einer depressiven Episode oder einer Depression?

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21 Kommentare Schreibe einen Kommentar

  1. Hallo Stefan,

    ich hoffe es geht Dir wieder besser !!??
    Meine erste schwere Depression dauert nun 17 Monate und laesst mich an nichts mehr glauben. Vor allem wegen der koerperlichen Missempfindungen und den Schmerzen beim Wasserlassen. Ich habe auch Blutgruppe A. Habe ich hier zum ersten Mal vernommen, dass die Blutgruppe auch etwas aussagt.
    Ich klammere mich nun an die zwei Jahre fest und bete,dass es dann ueberstanden ist.

    • Hallo Jona,
      ja ich fand das auch unschön mit Blutgruppe A und der längeren Dauer der Depression. Davon hatte ich auch nur in dem genannten Buch gelesen, woanders hatte ich über diesen Zusammenhang bisher auch nichts gelesen, aber es war immerhin ein Arzt mit größeren Fallzahlen, der das so beschreibt. Das klingt jetzt vielleicht platt und zu einfach, aber ich habe mich immer daran festgehalten, dass ich einfach nur nicht aufgeben darf, niemals aufgeben. Durch meine erste Depression wusste ich ja bereits, dass es wieder perfekt gut werden kann, so als wäre ich nie krank gewesen. Denn nach der ersten Depression war es ja 10 Jahre lang wieder super.
      Liebe Grüße
      Stefab

  2. Hallo,
    Ich finde deinen Blog ganz interessant und möchte gerne auch meine Situation mit dir teilen. Ich bin 38 und leide seit meinem 19 Lebensjahr an immer wiederkehrenden depressiven Episoden, davon zwei intensive Episoden mit Klinikaufenthalten. Gegenwärtig befinde ich mich in eine schweren Phase, welche nunmehr bereits seit 10 Monaten mein Leben bestimmt. Zwei Klinikaufenthalte habe ich bereits hinter mir und ich habe auch schon zwischenzeitlich für 3 Monate wieder arbeiten können.
    Aber ich bin immer wieder abgerutscht. Vor einer Woche habe ich die klinik nach 11 Wochen verlassen. Es ging mir nicht blendend, aber eine Besserung gab es. Aber im Moment geht es mir wieder sehr schlecht und ich bekomme echt Angst, wie lange ich mich noch quälen muss. Medikamente nehme ich auch und das schon über mehrere Jahre. Nur leider wirkt eben nicht jedes Medikament und wenn es wirkt dann auch nicht dauerhaft, so meine erfahrungen. Ich weiss und habe ja auch oft erfahren, dass eine depressive Episode wieder vorbei geht, aber das schlimme ist ja, dass man es in der Depression eben nicht sehen und verstehen kann.
    Ich will einfach nur mein Leben zurück und im Moment habe ich noch Kraft zu kämpfen. Aber ich bin wirklich oft auch am verzweifeln. Abends geht es mir oft besser. Ist es bei euch auch so?

    Gute Besserung wünsche ich trotzdem.

    • Hallo Dirk,
      bitte entschuldige die späte Antwort, ich war in letzter Zeit leider nicht so aktiv auf dem Blog. Zuerst einmal wünsche ich Dir ganz viel Kraft und schicke Dir Mut, dass es wieder ganz gut wird. Ich kann Deinen Zustand sehr gut nachvollziehen. Ich konnte auch lange Zeit kein Licht am Horizont entdecken, aber das Licht kam letztendlich dann doch. Ich wusste immer eines, an dem ich mich festgehalten habe, als es ganz schlimm war: Ich darf nicht aufgeben. Egal was kommt, einfach nur nicht aufgeben. Ich wünsche Dir auch gute Besserung.
      Liebe Grüße, Stefan

  3. Hallo,
    Ich finde deinen Blog ganz interessant und möchte gerne auch meine Situation mit dir teilen. Ich bin 38 und leide seit meinem 19 Lebensjahr an immer wiederkehrenden depressiven Episoden, davon zwei intensive Episoden mit Klinikaufenthalten. Gegenwärtig befinde ich mich in eine schweren Phase, welche nunmehr bereits seit 10 Monaten mein Leben bestimmt. Zwei Klinikaufenthalte habe ich bereits hinter mir und ich habe auch schon zwischenzeitlich für 3 Monate wieder arbeiten können.
    Aber ich bin immer wieder abgerutscht. Vor einer Woche habe ich die klinik nach 11 Wochen verlassen. Es ging mir nicht blendend, aber eine Besserung gab es. Aber im Moment geht es mir wieder sehr schlecht und ich bekomme echt Angst, wie lange ich mich noch quälen muss. Medikamente nehme ich auch und das schon über mehrere Jahre. Nur leider wirkt eben nicht jedes Medikament und wenn es wirkt dann auch nicht dauerhaft, so meine erfahrungen. Ich weiss und habe ja auch oft erfahren, dass eine depressive Episode wieder vorbei geht, aber das schlimme ist ja, dass man es in der Depression eben nicht sehen und verstehen kann.
    Ich will einfach nur mein Leben zurück und im Moment habe ich noch Kraft zu kämpfen. Aber ich bin wirklich oft auch am verzweifeln. Abends geht es mir oft besser. Ist es bei euch auch so?

    Gute Besserung wünsche ich trotzdem.

  4. Hallo Stefan,

    kennst Du auch Menschen mit schweren depressiven Episoden die auch koerperliche Schmerzen hatten. Ich verzweifle an den urologischen Problemen beim Wasserlassen. Komme nicht aus der Episode raus. Nun mittlerweile 2 Jahre, Blutgruppe A, nehme auch nur hochdosiertes Johanniskraut ein, wirkt laut meiner Psychiaterin genauso gut. Habe wirklich jede Hoffnung bald aufgegeben. Gehen die koerperichen Symtome auch noch mal weg. Wie lange kann so eine Episode denn schlimmstenfalls dauern?? Ich hoffe Dir persoenlich geht es momentan wieder gut. Ansonsten alles Liebe und gute Besserung fuer Dich. Danke fuer Deinen Block. Er hat mir mehr Hoffnung gemacht als viele medizinischen Berichte.

  5. Hallo Stefan,

    ich war vor 7 Monate auf der suche nach körperlichen Symptomen konnte auf einmal nicht mehr schlafen keiner fand was heraus. Durch diverse Antidepressiva wurde es sogar noch schlimmer. Eine Klinik habe ich besucht leider nur 7 Tage ausgehalten. Jegliche Test sind gut und trotzdem habe ich ein ständiges Kopfdrücken, Müdigkeit, Antriebslosigkeit und noch vieles mehr. Die Hoffnung stirbt zuletzt. Bei mir ist sie ganz weit unten:-(. Was kann ich noch tun?

    Lg Christiane

  6. Hallo Stefan und auch die Besucher dieser Seite,

    meine Depressionen sind so schwer, dass ich mich in diesem Moment frage, was für einen Sinn es hat hier einen Kommentar zu lassen. Ich hoffe trotzdem irgendwie, dass mein Kommentar doch noch Gehör findet.
    Mir geht es ähnlich mit den körperlichen Problemen. Ich fühle mich ständig müde. Ich habe entweder gar keinen Appetit oder so sehr, dass ich esse bis mir schlecht wird. Ich bin schon müde, wenn ich einfach nur im Supermarkt war. Ich bin nun schon seit 1,5 Jahren in Therapie. Ich habe den Eindruck, mit der Therapie ist es erst so richtig schlimm geworden.
    Meine erste schlimme depressive Phase hatte ich 2012 mit begleitender Suizidgefährdung. Und schon seit 1,5 Jahren meine 2. Phase. Diesmal fühlt es sich schlimmer denn je an. Ich habe die Hoffnung verloren, dass es mir jemals besser gehen wird. Ich war mitten im Studium, als es mich hart getroffen hat mit 24. Mittlweile werde ich bald 30, habe nicht zu Ende studieren können. Bin noch eingeschrieben und schäme mich so sehr, dass ich nichts geschafft habe. Mein 1. Therapeut hatte mir gesagt, ich sollte mich schämen, da ich nur so tun würde als würde ich studieren und nach außen hin die junge Frau spielen, die im Leben steht. Ich sollte mich dafür schämen, die Steuergelder der deutschen Bevölkerung so auszunutzen. Ich habe queer Beet geschrieben, es tut mir leid dafür. Ich habe Angst, Panikattacken Nachts…ich bilde mir sogar ein Jemand ist in meinem Zimmer und beobachtet mich. Ich weiß nicht ob ich jemals wieder ein normales Leben führen werde. Danke fürs Lesen. Ich wünsche allen hier viel Kraft.

  7. Hallo Stefan,
    ich weiß nicht ob ich hier richtig bin. Ich schreibe aus so einer Verzweiflung, die gibt’s nicht. Ich weiß du hast viel gelesen, vielleicht kannst du mir etwas antworten. Die Phase in welcher ich drin stecke dauert schon 1,5 Jahre und es wird schlimmer. Nur meine Psychiaterin weiß nicht was das ist. Die Symptome sind sehr seltsam und unterscheiden sich von einer normalen Depression. Ich bin bipolar seit 10 Jahren und hatte auch schon öfter Depressionen. Diesen Zustand habe ich zum ersten Mal. Ich verstehe nicht was mit mir geschieht im wahrsten Sinne des Wortes. Zu meinen Symptomen: ich fühle mich als ob mir jemand auf den Kopf gehauen hat und ich kann nicht zu mir kommen. Sehr stark benommen und benebelt, als ob ich unter irgendwelchen starken Drogen bin. Wenn ich laufe habe ich das Gefühl ich laufe auf Wellen ich Schaukel als ob ich auf einem Schiff wäre, der im Sturm ist. Ich War ewig im Krankenhaus habe Haufen Tabletten ausprobiert, die machen diesen Zustand noch schlimmer und ich bekomme sehr komische Nebenwirkungen, die keiner kennt. Ich habe mich sogar der EKT unterzogen und es ist schief gelaufen. Ich habe jetzt solche Zustände gekriegt, die ich mal nicht in Worte fassen kann. Als ob ich gar nicht da wäre oder als ob ich etwas wäre iirgendeine Materie. Es ist ein Horror. Das was ich Erlebe ist schlimmer als ein Alptraum. Ich Bitte dich sehr Stefan falls du eine Ahnung hast was es sein könnte, bitte schreib mir. Ich halte es nicht mehr aus. Körperlich wurde alles untersucht und alles ohne Befund.

    • Liebe Jelena,
      ich habe Dir eine Email geschrieben. Darin geht es ja weniger um die Zeitdauer Deiner Depression als Thema, weshalb die Antwort für diese Beitragsseite nicht so ganz wirklich relevant ist und Du von der Mail vermutlich mehr hast.

      Halte durch und alles Gute!

      Herzliche Grüße Stefan

  8. Guten Tag,
    ich schreibe hier aus einem anderen Grund. Mein 16 jähriger Sohn ist von einer mittelschweren Depression betroffen und ich weiss oft nicht, wie ich damit umgehen soll. Seit dem 14.12.2018, wo er versucht hat sich etwas anzutun, wissen wir Bescheid. Danach war er 3 Wochen in der geschlossenen und dann bis Anfang Mai in der Tagesklinik. Jetzt ist er zu hause , besucht unregelmässig die Schule und eigentlich habe ich den Eindruck, das es eher schlimmer wird als besser, seit er aus der Klinik raus ist.
    Hinzu kommt natürlich auch noch die Pupertät und all die Probleme, die damit zusammenhängen.
    Deswegen frisst aber auch langsam denRest der Familie auf, obwohl wir mit aller Kraft ihn unterstützen …

  9. Liebe Petra,

    die Pubertät ist alleine schon oft aufwühlend und anstrengend. Allerdings liegt darin noch eine zusätzliche Chance, dass die Depression wieder verschwindet wenn die Pubertät vorbei ist.

    Eine Tagesklinik ist gut um eine Tagesstruktur zu schaffen. Eine geregelte Tagesstruktur ist sehr wertvoll um eine Depression hinter sich lassen zu können und hat mir persönlich auch sehr gut getan.

    Ich habe feste Zeiten zu denen ich aufstehe, feste Zeiten für Frühstück, Mittag- und Abendessen sowie eine feste Zubettgehzeit. Das ist sehr hilfreich. Den ganzen Tag rumzugammeln ist auf jeden Fall kontraproduktiv. Deinen 16-jährigem Sohna davon zu überzeugen auch am Wochenende zu den gleichen Zeiten aufzustehen könnte evtl. aber nicht ganz einfach sein.

    Hat Dein Sohn einen Therapeuten? Das Wichtigste ist auf jeden Fall, dass er sich nicht nocheinmal etwas antun will. Gebt ihm das Gefühl, dass er so sein darf wie er ist und das er auch wertvoll und akzeptiert ist wenn es ihm so geht wie es ihm geht.

    Eine Depression ist für Angehörige auch oft sehr schwierig, man leidet zwangsläufig mit. Aber so nah ihr auch dran seit, ihr selbst könnt ihn nicht heilen. Dafür seit ihr viel zu nah dran und selbst involviert. Für die Behandlung ist ein guter Psychotherapeut sehr wichtig.

    Nehmt ihm aber auch nicht alles komplett ab. Unterstützung ist gut, aber wenn er sich selbst um gar nichts mehr kümmern muss dann bekommt er auch keinerlei Erfolgserlebnisse. Es ist allerdings auch schwierig da das richtige Maß zu finden was ihr ihm abnehmen wollt und was er selber machen soll.

    Was ihr selbst machen könnt ist ein Gefühl von Akzeptanz und Wertschätzung zu vermitteln auch wenn es ihm total schlecht geht. Und für eine gut geregelte Tagesstruktur und eine gute vollwertige Ernährung sorgen.

    Sonne und Natur tun auch noch gut.

    Gibt es Dinge, die Dein Sohn früher gerne gemacht hat? Probiert solche Dinge aus, die ihm früher Freude gemacht haben. Auch wenn es ihm jetzt gerade keine Freude macht, so wird doch irgendwann der erste Funken Freude wieder auftauchen. Und dann wird langsam wieder immer mehr Freude auftauchen.

    Wie lange seine Depression dauern wird kann man nicht genau vorhersagen. Aber was ich gesehen und bei anderen erlebt habe ist, dass in jüngeren Jahren eine Depression meistens schneller vorbei ist als wenn man schon älter ist.

    Holt Euch die Hilfe, die er braucht, aber das habt ihr wahrscheinlich eh schon getan. Ihr selbst könnt es nicht für ihn lösen. Aber kümmert Euch bitte auch um Euch selbst. Wenn es Euch dann irgendwann selbst auch noch total schlecht geht, dann ist für ihn damit auch nichts gewonnen.

    Steht diese schwierige Zeit durch. Es wird wieder gut werden.

    Herzliche Grüße
    Stefan

  10. Hallo Stefan
    Ich lese auch schon länger still mit und jetzt traue ich mich zu schreiben
    Ich bin 38 Jahre und leide seit 21 Jahren an panikattaken die ich aber sehr gut in Griff habe und das mit meinen pflanzlichen Mittel passedan tropfen . Nun aber begann im September 2017 plötzliches Kopfschmerzen aber so komisch nicht wie üblich was man hat sondern für mich eben anders so probierte ich es mal mit normalen Tabletten die jedoch nicht’s halfen so ging ich zum Orthopäde, Augenarzt Zahnarzt hno Blut abnehmen aber alles ok.
    So kämpfte ich mich halt durch aber im Jänner 2018 hstte ich plötzlich wein Anfälle und keine Lust oder Interesse für was jedoch wollte ich es alleine schaffen so redete ich mir gut zu und lenkte mich ab habe ja 3 Kinder. Wurde etwas besser dann wieder schlechter ging zu meiner Ärztin die verschrieb mir xanor die halfen nix wie meine Freundin mir dann sagte weil sie meinte ich hätte so depressive Episoden weil einmal so einmal so . Da hörte ich mit den Tablette auf und versuchte es so . Jetzt bin ich seit 3 Wochen ca jeden Tag so betrübt und habe keine Emotionen also ich fühle nix weder Sachen machen mich glücklich die ich doch so gerne gemacht habe da verspüre ich keine Freude obwohl ich weiß das ich doch früher alles so geliebt habe dadurch auch mein komischer kopfdruck. Jetzt habe ich seit 2 Wochen mit Johanniskraut angefangen und hoffe das das wirkt weil ich wieder lachen will und Freude und Glück empfinden mag .
    Vielleicht kannst du mir ein wenig helfen
    Lg Sonja

  11. Hallo Stefan,
    in der Hoffnung irgendwo Hilfe zu finden, bin ich auf deinen Blog gestoßen.
    Mein Mann hat seit ca. 2,5 Monaten eine schwere Depression. Vor 25 Jahren haben wir das schon mal durchgestanden aber irgendwie ist es diesmal noch schlimmer. Er ist völlig abwesend und spricht überhaupt nicht; wenn ich Ihn etwas frage oder erzähle nickt er nur oder schüttelt den Kopf – wenn ich Glück habe. Er kann sich nicht mehr alleine duschen oder sonstige Dinge des täglichen Alltags erledigen. Momentan nimmt er ein Medikament welches er von seiner Psychiaterin bekommen hat. Aber es tut sich irgendwie nichts.
    Ich bin völlig verzweifelt und weiß nicht wie ich damit umgehen soll. Klar weiß ich, das es eine Krankheit ist und man so etwas nicht “belächeln” darf. Ich unterstütze ihn so gut ich kann. Leider hatte ich im letzten Jahr eine schwere Krebserkrankung und bin daher auch nicht immer voll belastbar. Ich merke jetzt schon das ich an meine Grenzen komme.
    Wenn Du mir eine Tipps geben könntest was ich machen soll bzw. wie ich mich verhalten soll, wäre ich Dir sehr dankbar.
    LG Silke

  12. Hallo Stefan,

    ich bin auch so ziemlich ratlos momentan. Ich leide eigentlich seid meiner frühsten Jugend an einer Angststörung (generalisiert). Diese hatte ich aber mit Medis ganz gut im Griff. Ich bekam 2015 mein erstes Kind, mit 39 Jahren es war ein Wunschkind, darum hatte mich der Babyblues nach der Entbindung auch leicht verwundert. Aber na gut, er ging relativ schnell wieder weg. Und nun zum eigentlichen Problem. 2017 wurde ich nunmehr mit 41 Jahren erneut schwanger, dieses mal allerdings ungewollt. Habe mich letztendlich aber für das Kind entschieden. Ca. im 8. Monat kam meine Angststörung in geballter Ladung zurück. Die so stark ausgeprägt waren, dass ich Unruhezustände hatte die mich am liebsten durch die Wand hätten laufen lassen. Na kurz um, normale Geburt nicht mehr möglich gewesen, Kaiserschnitt und die Katastrophe nahm ihren Lauf. 3 Tage später bin ich nach Hause und dann ging`s richtig ab. Heulen, Heulen, Heulen, Appetilosigkeit, Unruhe, Rastlosigkeit, das wegstoßen der Kinder nur um einige zu nennen. Dann auf Kur, kurze Zeit Besserung, jetzt wieder im gleichen Loch nur nicht ganz so schlimm. Wie lange noch, wann hört das endlich auf. Ich will wieder leben. LG Anja

  13. Hallo
    Mein Name ist Hubert und ich möchte mal kurz meine Geschichte erzählen.
    Meine erste Episode Depressionen hatte ich 1994. Massives Kopfweh Druck in der Brust Angst und so. Dauerte fast ein halbes Jahr bis die Diagnose Depression kam es kam aus heiterem Himmel von einer Minute auf die andere. Habe AD versucht, ohne Wirkung. War dann in Behandlung bei meinem Hausarzt. Nur Gespräche geführt. Das ganze dauerte fast drei Jahre und war dann plötzlich wieder völlig weg. Acht Jahre völlige Beschwerdefreiheit. Dann das gleiche wieder von einem Tag auf den anderen. Genau die gleichen Symptome, mit ganz tiefer Unruhe. Diesmal dauerte das ganze ca. zweieinhalb Jahre und war auch wieder plötzlich völlig weg. Es folgten achteinhalb Jahre völlige Beschwerdefreiheit. Und jetzt stecke ich in meiner dritten Phase seit nunmehr zwei Jahren. diese verläuft etwas anders. Ich habe enorme Schwankungen, von ganz schlechten Tagen bis manchmal beschwerdefreie Tage. Diesmal kein Druck in der Brust aber das ständige Gefühl verrückt zu werden, Dinge zu tun die ich gar nicht tun will, so als ob ein Fremder in mir ist. Und ich habe Angst, dass ich es diesmal nicht mehr schaffe wieder beschwerdefreie Jahre zu haben. Inzwischen bin ich 58. Ich habe zwar ganz tolle Erkenntnisse über mich erfahren und meine Lebenseinstellung hat sich inzwischen sehr verändert, aber die tägliche Qual verhindert alles leben. Trotz meiner eigenen Erfahrung bin ich verzweifelt und kann damit nicht umgehen. Ich wünsche allen betroffenen dass auch wieder Tage der Beschwerdefreiheit kommen. Interessant ist noch, dass in den kranken Phasen nicht der geringste Glaube an eine Gesundung vorhanden ist, während ich in den gesunden Phasen niemals auch nur einen Gedanken hatte wieder zu erkranken.
    Ich weis nicht wie ich diese jetzigen zwei Jahre wieder ausgehalten habe, aber langsam bin ich mit meinen Kräften am Ende.
    PS ich habe die beste Frau die es geben kann an meiner Seite, die leider mittlerweile selbst sehr angeschlagen ist.

  14. Hallo ihr lieben
    Mein Name ist Alexandra
    Ich leide seit über 20 Jahren an einer rezidivierenden Depression mit einer Angststörung und Panikattacken,die ich eigentlich gut im Griff habe,
    Bei mir sind es eher die Symptome , Kopfdruck,Schwindel, Herzrasen, Konzentrationsschwierigkeiten Stechen in der Brust und Magen Darm und und und
    Wer hat auch Symptome in dieser Art?
    Aber es geht immer wieder weg, sobald ich anfange und mir Ruhe gönne und den Stress abbaue.
    Werde auch auf Pflanzliche Medis umsteigen, da ich gelesen habe , das , das eine Medikament echt bedenkliche Nebenwirkungen hat.
    Aber nach all der Zeit weis ich, das es immer wieder besser wird und damit möchte ich euch Hoffnung machen.
    Was immer sehr gut hilft, sind auch Gespräche und der Austausch mit betroffenen.
    Ich finde diese Seite echt toll!!!
    Werde es hier weiter verfolgen und wünsche euch allen das es euch allen bald besser geht .
    Lg Alex

  15. Hallo,

    ich bin 24 Jahre alt stehe mitten im Arbeitsleben und habe von jetzt auf gleich (wie eine Backpfeife) eine Panikattacke bekommen, die sich mittlerweile laut Psychologe in eine leichte Angststörung entwickelt hat. Ich erkenne mich selber kaum wieder und konnte lange nicht schlafen, weil man sich selber nicht versteht und die Geduld nicht hat. Ich habe nun mal keine Erfahrung mit Depressionen oder ähnlichem.

    Da ich nach ein paar Tagen es nicht mehr ausgehalten habe bin ich zu einem Psychologen gegangen und habe Ihm alles über mein Leben erzählt was mich jemals bedrückt hat.

    Er ist der Meinung dass es eine Spirale ist aus der man alleine nicht mehr rauskommt. Die eigenen Gedanken wieder positiv zu stimmen und zu vergessen ist nun mal eine riesen Aufgabe. Jetzt bin ich seit ein paar Tagen mit Medikamenten versorgt, die meine Gedanken aus diesem Teufelskreis rausholen sollen. Ich hoffe einfach sehr, dass es dadurch wieder so wird wie es mal war und ich aus der Erfahrung raus sagen kann, dass ich auf solche momente im Leben ab jetzt gewappneter bin.

  16. Habe seit 5 Jahren schwere Depressionen mit Angst- und Panikstörungen. Meine Tochter will mich seitdem nicht mehr sehen, seitdem habe ich die Depression. Sterbensgefühle, Durchdrehgefühle, Angstgefühle, Hoffnungslosigkeit, Verwirrtheit. Am schlimmsten sind die Sterbensgefühle, dann der Wunsch am liebsten nicht mehr da zu sein. Das entseht dann immer, wenn ich die Sterbensgefühle nicht mehr aushalte, dann will ich am liebsten Sterben. Die Angst nicht mehr gesund zu werden schwindet von Jahr auf Jahr. 5 Jahre diese Sterbensgefühle aushalten, habe das Gefühl, das schaffe ich bald nicht mehr. Ich habe das Gefühl bald verrückt zu werden, bzw. bald wegen den Sterbensgefühlen, eine tödliche Krankheit zu haben. Bin in stationärer Behandlung. Die helfen mir da überhaupt nicht. Keine Therapie, nur 1x Ergo. Wer hat Erfahrungen, was das sein könnte mit den Sterbensgefühlen. Mein Kopf ist, je länger der Tag vergeht immer leerer, so das ich mich kaum noch dann unterhalten kann. Sogar nur beim TV schauen sitzend auf der Couch oder liegend, denke ich ich sterbe. Was ist das nur???? Ich habe keine Freude mehr an Musik, an garnichts mehr. Bitte ich brauche einen Rat!

  17. Hallo HUbert,

    auch dieses Mal wird es vorbeigehen.Das sind diese boesen Episoden. Bitte nicht den Mut verlieren. Ich schwoere Du wirst es wieder schaffen!!!!

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