Ölziehen bei Depression

In alternativen Foren sowie im ayurvedischen Bereich liest man immer wieder über die heilende Wirkung des Ölziehens. Doch was genau steckt dahinter, wie soll es wirken und was nützt es tastächlich?

Was ist Ölziehen und wie funktioniert es?:

Beim Ölziehen nimmt man eine bestimmte Menge Speiseöl in den Mund, meist einem Esslöffel voll, und fletscht das Öl dann im Mund und zwischen den Zähnen für einen bestimmten Zeitraum hin und her.

Es gibt viele verschiedene Anleitungen zum Ölziehen, die sich in der Wahl des Öls, der Menge des Öls und der Anwendungsdauer unterscheiden.

Aber zunächst, wozu soll Ölziehen gut sein: Die Aussage die man in Netz und in ayurvedischen Büchern findet ist, dass dadurch Gift aus dem Körper herausgezogen werden. Die Gift sollen sich also beim Fletschen des Öls aus dem Körper heraustreten und in das Öl übergehen. Deswegen spuckt man das Öl danach auch wieder aus und schluckt es nicht herunter.

Manche Anleitungen fürs Ölziehen empfehlen Sonnenblumenöl oder Olivenöl. Die Anwendungszeit wird von ein bis zwei Minuten bis hin zu 20 Minuten angegeben. Ganz ehrlich, ich hätte nicht morgens und abends die Muse mich 20 Minuten mit dem Fletschen von Öl zu beschäftigen.

Mein Selbstversuch

Ich wollte das natürlich selbst ausprobieren anstatt mich nur auf Internetgeschichten zu verlassen. Deshalb nahm ich zum Ausprobieren ein bio Sonnenblumenöl(L) und ein bio Olivenöl(L) von meinem persönlichen Lieblingsölhersteller Fa. Fandler. Fandler deshalb, weil das bisher die besten Öle sind, die ich finden konnte und bezahlbar sind.

Ich habe das Ölziehen dann ein paar Wochen lang ausprobiert, habe mir allerdings morgens und abends jeweils zwei Minuten Zeit dafür genommen. Mit Sonneblumenöl fand ich es geschmacklich besser als mit Olivenöl.

Meine Erfahrung mit der Wirkung

Naja, das Öl sah beim Ausspucken inmer recht unerfreulich aus. Das kommt vermutlich vom längeren Einspeicheln beim Fletschen des Öls zwischen den Zähnen und im Mund. Allerdings konnte ich auch keinerlei gesunsheitliche Wirkung feststellen. Die Hardcore Ölzieher machen das aber auch 20 Minuten lang am Morgen und am Abend. Vermutlich ist es mit höherer Zeitdauer wirksamer.

Sicherheitshinweise

Man liest in den einschlägigen Internetforen öfter mal davon, dass man Ölziehen nicht machen sollte wenn man Amalgamplomben hat, da dadurch eine Quecksilbervergiftung verschlimmert werden könnte. Die Meinungen dazu sind aber unterschiedlich und uneindeutig. Man sollte sich bein Ölziehen auch auf keinen Fall verschlucken. Öl in der Lunge ist potentiell lebensgefährlich. Deshalb würde ich soetwas auch niemals bei Kindern probieren. Auch wenn Du gerne zum Verschlucken neigst, solltest Du vielleicht besser Abstand davon nehmen.

Mein Fazit

Kann man ausprobieren, kostet nicht viel und ist einfach. Bringt allerdings auch nicht viel wenn man sich nicht wirklich viel Zeit dafür nimmt. Ein früherer Kollege von mir, der ebenfalls Depressionen hatte, hatte beim Ölziehen ebenfalls keinen Effekt verspürt.

Du hast selbst Erfahrungen mit dem Ölziehen? Ab damit in die Kommentare bitte.

1 Kommentar Schreibe einen Kommentar

  1. Ich bin vor ein paar Tagen auf diese Webseite gestoßen und finde was du hier teilst sehr inspirierend.

    Ölziehen muss man mindestens 10 Minuten am Stück machen. Der Grund dafür ist, dass sich das Öl mit der Zeit mit dem Speichel verbindet und das Öl dann dünnflüssig wie Wasser wird. Das ist wichtig, weil nur dann, kann es auch die Zahnzwischenräume erreichen, wenn es so dünnflüssig ist.
    Ich würde Kokosöl empfehlen, was den Vorteil hat, dass es die Zähne etwas aufhellt.

    Ich mache es so. Ich putze mir nach dem Frühstück die Zähne und nehme dann einen Teelöffel voll Kokosöl in den Mund und beginne die Prozedur. Währenddessen kann man sich anderweitig beschäftigen. Anschließend spucke ich es aus und putze noch mal kurz die Zähne.
    Ich mache es aber nicht jeden Tag.
    Ob es was gegen Depressionen bringt, weiß ich nicht. Würde ich nicht glauben. Aber halt sehr gute Zahnfleischpflege.
    10 Minuten ist eine gute Zeit. 2 Minuten definitiv zu wenig. Und die Zähne sollten sauber sein. Entweder direkt nach dem Aufstehen wenn du noch nichts gegessen hast oder vorher Zähne putzen.

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