Basenbad und Entsäuerung bei Depression

Basenbad bei Depression

Basenbad bei Depressionen

Ich hatte zum ersten Mal vom Thema Übersäuerung bei Depression erfahren, als ich in einem Forum folgendes las: Eine Dame, die selbst in einer psychiatrischen Einrichtung beruflich tätig ist, berichtete davon, dass praktisch 90% ihrer depressiven Patienten eine deutlich messbare Übersäuerung hätten. Daraufhin testete ich meinen PH-Wert und musste leider feststellen, dass ich sehr stark übersäuert war.

Die Entsäuerung stellte sich für mich als eine der schlagkräftigsten Strategien auf dem Weg zur Heilung heraus. Das war mein persönlicher Game Changer. Alle Details dazu liest Du in diesem Artikel.

So findest Du heraus, ob Du übersäuert und Dein Säure-Basen-Haushalt aus dem Gleichgewicht geraten ist

Der erste Schritt um herauszufinden ob Du übersäuert bist, ist ein PH-Wert Test* Deines Urins. Das klingt erst einmal unerfreulich, ist aber völlig unproblematisch zu bewerkstelligen. Dazu brauchst Du PH-Teststreifen für den Urin mit einer PH Wert Skala von ca. 5 bis 8. Ein PH Wert von 7 gilt als neutral, kleinere Werte sind sauer, höhere Werte sind basisch. Am einfachsten funktioniert der Test mit Teststreifen, die ein Testfeld haben, das sich blau verfärbt, wenn man in den basischen Bereich gelangt. Mit Teststreifen, die mehrere Testfelder beinhalten, habe ich schlechte Erfahrungen gemacht, da der PH-Wert auf diesen oft nur uneindeutig ablesbar ist und zuviel Spielraum für Interpretation belässt.

Die beste Erfahrung habe ich mit diesen PH-Testsreifen von Tri.Balance* gemacht, da diese sehr gut ablesbar sind und nur ein Testfeld haben, das einen guten eindeutigen Wert liefert. Du bekommst PH-Testsreifen für den Urin auch in der Apotheke, dort sind sie aber meist sehr teuer.

Die richtige PH-Wert-Messung und das Tagesprofil

Um einen aussagekräftigen Wert zu erhalten, musst Du den PH-Wert Deines Urins drei Tage lang messen. Und zwar jedes mal wenn Du zur Toilette gehst. Notiere Dir jeweils den Wert und die Uhrzeit. Damit erhältst Du ein PH-Wert Tagesprofil über drei Tage. Eine einzelne PH-Wert Messung ist nicht aussagekräftig, da der PH-Wert des Urins in Tagesverlauf mehrmals schwankt.

Im Optimalfall wäre Dein Urin morgens nach dem Aufstehen im sauren Bereich und tagsüber mit Schwankungen im basischen Bereich, das der Körper nachts am meisten Säuren ausscheidet. Wenn Du über den ganzen nur saure Werte zwischen PH 5 und PH6 messen kannst, kannst Du davon ausgehen, dass Du stark übersäuert bist.

Ratgeber Übersäuerung

Agenki hat einen tollen Ratgeber zu den möglichen Übersäuerungsstufen und gute Erklärungen des Tagesprofils. Dort kannst Du Dich sehr tief in die Thematik einlesen.

Vorsicht bei Basenmitteln zum Einnehmen

Es gibt im Handel und Apotheken unheimlich viele verschiedene Basenmittel, die alle eine tolle Wirkung anpreisen. Äußerst problematisch sind Basenmittel zum Einnehmen, die den sauren PH-Wert der Magensäure neutralisieren. Das bringt die Verdauung durcheinander und Du schaffst Dir langfristig nur noch ein großes zusätzliches Problem. Als bessere Alternative dazu gelten Basenmittel, die aus Citraten bestehen*. Diese haben den Vorteil, dass der PH-Wert im Magen und Darm nicht direkt beeinflusst werden sondern erst im Stoffwechselvorgang Säuren von Citraten neutralisiert werden. Verschiedene Heilpraktiker und Ärzte raten aber auch von diesen Basenmitteln ab, da der Verdacht besteht, dass es bei diesem Neutralisierungsprozess zu Ablagerungen in den Gefäßen kommen kann.

Der goldene Weg, das Basenbad

Heilpraktiker, die von Basenmitteln zum Einnehmen abraten, beschreiben das Basenbad als besten Weg zur schnellen Entsäurerung. Das Basenbad hat den großen Vorteil, dass die Haut der gesamten Körperoberfläche als Entgiftungsorgan genutzt wird um Säuren auszuscheiden. Dadurch werden Leber und Niere entlastet, die sich dadurch um weniger Säurelast kümmern müssen und weniger Säure ausscheiden müssen.

Basenüberschüssige Ernährung

Am gesündesten und besten ist es sich basenüberschüssig zu ernähren um eine Übersäuerung des Lörpers zu vermeiden oder zu reduzieren. Auf Facebook findest Du einige Gruppen, die sich mit basischer Ernährung beschäftigen. In unserer modernen Ernährung sind zu viele Säure bildende Nahrungsmittel enthalten. Das einzige Problem an der Sache: Eine Entsäuerung rein über die Nahrung, dauert sehr lange wenn man stark übersäuert ist. Da kommt man mit Basenbädern schneller ans Ziel. Langfristig wäre es natürlich sehr sinnvoll die Nahrungsaufnahme basischer zu gestalten um den Erfolg von Basenbädern nicht gleich wieder zunichte zu machen.

Welches Basenbad ist das Beste?

Ich hatte mich zuerst darüber informiert welche Basenbäder als am besten gelten. Mein Ergebnis der Suche waren das Basenbad von Golden Heart* und Jentschura Meine Base*. Beide Sorten haben als Hauptbestandteil fast die identischen Inhaltsstoffe und unterscheiden sich nur in den zugesetzten Edelsteinpulvern. Das Edelsteinpulver ist in so geringen Mengen zugesetzt, dass es meiner Meinung nach sowieso vernachlässigt werden kann. Die Hauptbestandteile der beiden Basenbäder sind damit Natriumbicarbonat, Natriumcarbonat und Meersalz. Wer esoterisch interessiert ist, kann sich gerne selbst über die Edelsteinbestandteile informieren. Das Basenbad von Golden Heart ist günstiger als das Jentschura Meine Base. Ich bin mit dem Basenbad von Golden Heart sehr gut gefahren.

Meine Erfahrung mit Basenbädern bei Depression

Meine erste Erfahrung bei Beginn der Basenbäder war: Je stärker man übersäuert ist, desto heftiger ist die Wirkung! Und das Wort heftig meine ich ernst. Ich hatte nach den ersten Basenbädern so starke Entgiftungsreaktionen, dass ich anfangs nur ein Basenbad pro Woche machen konnte. Nach einigen Basenbädern wurde es besser und ich konnte den Rhythmus erhöhen. Ich konnte dann gut damit weiter machen indem ich jeden dritten Tag ein Basenbad nahm. Etwas später hätte ich bestimmt auch jeden zweiten Tag ein Basenbad machen können, aber ich wollte meinem Körper auch nicht zuviel auf einmal zumuten. Das wirklich allerbeste daran war aber die Auswirkung auf meine Psyche! Nach jedem Basenbad nahm meine Angst ab. Schon nach drei Wochen mit Basenbädern konnte ich angstfrei einkaufen gehen und wieder Auto fahren! Basenbäder sind und waren mein persönliches Heilmittel gegen Angstzustände. Du kannst Dir gar nicht vorstellen wie froh ich über diese Auswirkung war und wie sehr es mir meinen Heilungsweg erleichtert hat. Es wäre natürlich schön gewesen wenn ich schon früher darauf gestoßen wäre, aber besser spät als nie.

Meine Empfehlung zu Basenbädern bei Depressionen

Beachte unbedingt die Warn- und Sicherheitshinweise auf der Verpackung Deines Basenbads. Menschen mit Herz-Kreislauferkrankungen sollten vor der Benutzung eines Basenbads mit ihrem Arzt sprechen.

Fange lieber langsam an. Für ein Vollbad nimmt man drei gehäufte Esslöffel des Basenbads. Lege Dich zu Beginn erstmal nur 15 Minuten in das Basenbad und schau ob es Dir damit gut geht. Falls Du Dich unwohl fühlen solltest, verlasse das Basenbad. Ein Basenbad sollte idealerweise 30 bis 45 Minuten dauern um der Haut genug Zeit zu geben die Säuren ausscheiden zu können. Aber taste Dich lieber langsam an 30 bis 45 Minuten heran, als dass Du es zu schnell übertreibst. Wie gesagt, bei starker Übersäuerung können die Basenbäder anfangs recht heftig wirken. Wenn Du nur eine leichte Übersäuerung hast, wirst Du wahrscheinlich gleich mit 30 Minuten starten können. Aber sei diesbezüglich lieber vorsichtig als wagemutig.

Wenn Du sehr stark übersäuert bist, können die Entgiftungsreaktionen nach den ersten Basenbädern drei oder manchmal sogar vier Tage andauern. Das ist nicht schön und da musst Du durch wenn Du so stark übersäuert bist. Es gibt nur eine Möglichkeit das zu reduzieren oder zu vermeiden: Anfangs vorsichtig mit kurzen Basenbädern anfangen.

Wenn Du sehr stark übersäuert bist, kann es sein, dass Du erst nach 7 bis 10 Basenbädern Auswirkungen auf die PH-Wert Messung erkennen kannst. Wenn Du magst, kannst Du zwischendurch mal ein Tagesprofil Deines PH-Werts erstellen um den Erfolg messbar zu kontrollieren. Du wirst die Verbesserung höchstwahrscheinlich aber körperlich bereits spüren bevor Du es mit Messungen nachweisen kannst.

Mein Fazit zu Basenbädern und Entsäuerung bei Depressionen

Für mich waren Basenbäder eines der besten Dinge, die ich bei meiner Depression gefunden habe. Das hat mir so viel geholfen und meinen Weg so sehr erleichtert. Ich bin unheimlich froh diese Entdeckung gemacht zu haben. Wenn Du ein paar Vorsichtsmaßnahmen berücksichtigst, die ich in diesem Artikel beschrieben habe, kannst auch Du ausprobieren, ob Basenbäder das Richtige für Dich sind und auch Dir weiterhelfen. Wenn Du Herz-Kreislauferkrankungen hast, frage auf jeden Fall zuerst Deinen Arzt bevor Du ein Basenbad machst.

Studienergebnisse zu Basenbädern bei Depression

Ich habe leider kaum vernünftige Studien gefunden, die Natriumcarbonat order Natriumbicarbonat in Form eines Bades auf die Wirkung bei Depression untersuchen. Es gab zwar eine Studie an japanischen Kälbern aber diese ist nicht auf Basenbäder beim Menschen übertragbar. Aber es gibt mehrfach Hinweise darauf, dass Salz antidepressive Eigenschaften haben soll. (1)
Das könnte möglicherweise einen Teil der Wirkung der Basenbäder erklären, da diese zu einem Großteil aus Meersalz bestehen. Es scheint tatsächlich auch Hinweise darauf zu geben, dass in Küstenregionen lebende Menschen deutlich seltener von Depressionen betroffen sein sollen. (2)
Laut einem Beitrag des Salt Institute soll Salz Stress und Depression reduzieren. (3)
Ein Artikel auf Mercola weist daraufhin, dass diese Effekte nur für natürliches Salz gelten, also nicht für raffiniertes Tafelsalz. Steinsalz und Meersalz enthält noch mehr Mineralstoffe als raffiniertes Tafelsalz. (4)
Ein umfangreicher Artikel des NHS (das staatl. Gesundheitssystem in England) beleuchtet verschiedene Studien bzgl. Salz, verneint am Ende jedoch eine antidepressive Wirkung. (5)
Eine ganze Reihe von Kur- und Reha-Einrichtungen werben unter anderem mit Badekuren. Diese möchte ich jedoch nicht als Quellen anführen, da ich nicht weiß welche Art von Badeanwendungen diese anbieten.

Soviel zu den leider nicht wirklich vorhandenen Studienergebnissen und dafür mehr meiner persönlichen Erfahrung mit Basenbädern bei Depression. Bitte beachte, dass Depressionen sehr individuell sein können und meine Erfahrungen sich nicht unbedingt mit Deinen Erfahrungen decken müssen.

Du hast selbst schon Erfahrungen oder Erfolge mit Basenbädern gemacht? Dann würde ich mich über einen Kommentar von Dir freuen.

Literatur und berücksichtigte Studien

  1. Salt May Be An Antidepressant – Which Would Also Explain Why It’s Addictive, Science 2.0
  2. Bipolar and the art of Roller-coaster riding, Madeleine Kelly, Google Books
  3. Salt reduces stress and depression, Salt Institute
  4. Is salt natures antidepressant? Mercola
  5. Salt, a natural antidepressant? NHS UK

4 Kommentare Schreibe einen Kommentar

  1. Hallo Stefan,

    ich bin vor ein paar Wochen auf Deinen Blog gestoßen und finde die Themen, Deine Erfahrungen und die Tipps sehr interessant.

    Da einige der Beiträge aber schon etwas länger her sind, würde mich mal interessieren, wie es Dir mittlerweile geht, speziell auch mit

    – der Omega-3-Einnahme, und
    – den Basenbädern?

    Nimmst Du / machst Du beides noch?

    Ich habe mit Omega-3 selbst vor anderthalb Wochen angefangen und auch das Buch von Stephen Ilardi gelesen. Zu Beginn war ich diesbezüglich auch ziemlich euphorisch, und mir ging es in der letzten Woche auch relativ gut.
    Mit Beginn dieser Woche jedoch ist meine Stimmung wieder etwas abgerutscht, ich komme aus dem Grübeln und leichten Angstanflügen kaum raus.

    Mein erstes 15-minütiges Basenbad habe ich gestern Abend genommen und sehr gut vertragen, obwohl ich eine ordentliche Übersäuerung habe, was ich auch im Moment im Magen spüre.

    Lange Rede, kurzer Sinn:
    Wahrscheinlich waren meine Erwartungen etwas zu hoch, insbesondere auch nachdem es mir letzte Woche so gut ging.
    Aber mich würde eben wirklich interessieren, wie nachhaltig Deine in dem Blog beschriebenen Erfahrungen zwischenzeitlich sind 🙂

    Danke schonmal und Grüße,
    Alex

    • Hallo Alex,
      die 15 Minuten sind für den vorsichtigen Einstieg, denn nicht alle vetragen das am Anfang gleich gut. Die Heilpraktikerin Alexandra Stross empfiehlt in ihren Büchern die Dauer der Basenbäder dann bis auf 45 oder sogar 60 Minuten auszudehnen. Durch die längere Dauer wirkt die Osmose im Basenwasser länger und effektiver. HP Alexandra Stross empfiehlt auch fast die doppelte Menge Basenpulver zu verwenden.
      Ich mach die Basenbäder nicht mehr ganz so häufig aber so gut wie meistens noch einmal die Woche. Die Übersäuerungssymptome im Magen kannte ich auch gut. Nach einer Reihe Basenbädern hatte ich danach nie wieder Sodbrennen. Und ich hatte eine Zeit lang Mittel gegen Sodbrennen fast schon am laufenden Band eingenommen. Nach wie vor würde ich das Basenbad als mein persönliches zweitbestes Mittel gegen die Angst bezeichnen.
      Liebe Grüße,
      Stefan

  2. Interessanter Artikel, leide gerade bei dem Wetterumschwung unter Depessionen. Eine Bekannte hat mir Teekristall Basensalz fürs Basenbad wärmstens empfohlen. Dort ist Spirulina drin, was mir schonmal in einer Durststrecke in Tablettenform geholfen hat. Will aber auf Nahrungspräperate verzichten, sonst wird man ja wahnsinnig bei den ganzen Pillen.

    Gruß aus dem verregneten Norden

    • Hallo Johann,
      das kann ich gut nachvollziehen. Ich hatte auch alles mögliche zum Einnehmen ausprobiert, aber als effektiver hatten sich bei mir dann die Entgiftungsmethoden herausgestellt, anstatt zusätzlich etwas einzunehmen. Algen gehen ja auch schon etwas in diese Richtung. Ich glaube, da muss sich jeder vorsichtig rantasten, was ihm am besten tut.
      Liebe Grüße,
      Stefan

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